Was ist Status Epilepticus?

Wir bei Danish Care Technology sind keine Ärzte, daher haben wir nicht die Kompetenz, bei Epilepsie und medikamentöser Behandlung zu beraten. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder die Deutsche Epilepsievereinigung.

Was ist Status Epilepticus?

Status Epilepticus ist ein gefährlicher, lang andauernder Anfall. Dieser Artikel beschränkt sich auf den generalisierten tonisch-klonischen Status Epilepticus, welcher am häufigsten auftritt und lebensbedrohlich ist. Mehr über den generellen tonisch-klinischen Anfall ohne Status Epilepticus können Sie hier lesen.

Ein Status Epilepticus ist ein ununterbrochener epileptischer Anfall oder eine Reihe von Anfällen, die zeitlich sehr nah beieinander liegen. Er kann mehr als 30 Minuten andauern.

In 95% der Fälle hört ein tonisch-klonischer Epilepsieanfall innerhalb von 5 Minuten von selbst auf. Bei einem tonisch-klonischen Epilepsieanfall ohne Status Epilepticus ist es schwierig zu atmen, aber da der Anfall relativ kurz andauert, verursacht der Sauerstoffmangel keine permanenten Schäden. Der Status Epilepticus hingegen ist länger anhaltend, wodurch ein signifikantes Risiko für schwerwiegende Hirnschädigung und Lebensbedrohung besteht.

Wie gefährlich ist Status Epilepticus

Eine Forschung des Universitätsklinikums Odense zeigt eine hohe Mortalitätsrate im Zusammenhang mit dem Status Epilepticus.

  • Die Studie zeigte, dass von 41 Erwachsenen, die erstmals mit Status Epilepticus ins Krankenhaus kamen, ca. jeder vierte Patient noch vor der Entlassung verstarb. Die Mortalität innerhalb der folgenden zwei Jahre nach dem Krankenhausaufenthalt betrug ca. 50%.

  • Eine Metaanalyse einer großen Anzahl von internationalen Studien zeigt, dass ca. 15% aller Probanden/Probandinnen der betrachteten Studien starben.

Die Gefahr und die Auswirkungen sind stark abhängig von der Zeit, die vergeht, bevor der Status Epilpticus entdeckt und medizinisch gestoppt wird. Je länger der Anfall andauert, desto größer ist der Sauerstoffmangel und die damit verbundenen Schäden des Gehirns.

Aufmerksamkeit und Schnelligkeit sind die besten Mittel gegen Status Epilepticus

Während des Status Epilepticus verhindern Krämpfe die Fähigkeit, die normale Atmung aufrechtzuerhalten. Je mehr Zeit ohne normale Atmung vergeht, desto größer ist die Chance einer schwerwiegenden Verletzung. Daher ist es wichtig, den Anfall so früh wie möglich zu entdecken.

Besonders für Menschen, die zuvor bereits einen Status Epilepticus am eigenen Körper erlebt haben, ist es wichtig, rechtzeitig zu erkennen, wenn die Person einen epileptischen Anfall hat. Es sollte daher vermieden werden, einen Status Epilepticus zu übersehen. In anderen Worten: es wird eine Art der Überwachung benötigt.

Dies führt häufig zu Konflikten, wie viel Überwachung zugelassen werden sollte und wie hoch das Risiko des Status Epilepticus ist.

Danish Care Technology hat eine Epi-Care Produktserie entwickelt, um sicherzustellen, dass tonisch-klonische Epilepsieanfälle registriert werden. Ein Epilepsiealarm ermöglicht es Angehörigen oder Pflegepersonen, einen Status Epilepticus stoppen zu können, ohne ständige Überwachung durch Anwesenheit und ohne die Freiheit der Person mit Epilepsie einzuschränken.

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Epi-Care free

Epi-Care free registriert tonisch-klonische Anfälle

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Epi-Care 3000

Besonders geeignet für Kinder mit Epilepsie

Da Epi-Care Alarmgeräte Leben retten können und den Alltag erleichtern, sind sie als Hilfsmittel anerkannt und können von der Krankenkasse finanziert werden.

Behandlung von Status Epilepticus

Der Status Epilepticus wird durch die Verabreichung von Medikamenten gestoppt. Die Person ist während des Status Epilepticus bewusstlos und in Krämpfen, daher kann das Medikament nicht normal verabreicht werden. Stattdessen wird es normalerweise in wässriger Lösung verabreicht, entweder rektal oder durch die Mundschleimhäute – je nach Art des Medikaments. Oft werden Midazolam oder Diazepam verwendet. Beide können sowohl Kindern als auch Erwachsenen verabreicht werden. Alternativen könnten Phenytoin oder Phosphenytoin sein.

Es ist wichtig, dass sich Menschen in der Nähe befinden, die die nötigen Medikamente zur Verfügung stellen können und geschult sind, richtig und sicher zu handeln. Es ist außerdem sehr wichtig, dass Angehörige der Person mit Epilepsie auch in Notfallsituationen wissen, was zu tun ist.

Es kann von Person zu Person variieren, welche Medikamente wirken und wie sie verabreicht werden sollten. Die Dosierung ist unter anderem abhängig von anderen Medikamenten und dem Körpergewicht der Person. Zu geringe Dosierungen funktionieren nicht richtig, zu hohe Dosierungen können auch gefährlich sein, beispielsweise durch Hemmung der Atmung.

Um schnell und konsequent zu helfen, ist es ratsam, eine Liste mit Vorsichtsmaßnahmen zu erstellen, die mit Angehörigen und Pflegekräften geteilt wird. Ein Plan erhöht die Sicherheit aller Beteiligten. Besprechen Sie die Behandlung mit einem Arzt oder Krankenpfleger, um die beste Lösung zu finden!